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Pressemitteilung

INVESTMENT IN DT. IMMOBILIEN EHER VERHALTEN

Büroinvestments im 1. Quartal 2012 dominierend

Georg_Fichtinger_CBRE Österreich

Am Investmentmarkt für gewerbliche Immobilien in Deutschland wurden im ersten Jahresviertel 2012 rund EUR 5,1 Milliarden investiert und damit ein um 7% niedrigeres Transaktionsvolumen als im Vorjahreszeitraum registriert. Zwar startete der deutsche Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien etwas verhaltener ins neue Jahr, blieb aber mit dem erzielten Investmentvolumen gut 13% über dem langfristigen Mittel.
„Was sich in unserer Investorenbefragung zur MIPIM und den dort geführten Gesprächen abzeichnete, bestätigt sich in den aktuellen Investmentzahlen: Deutschland ist weiterhin einer der gefragtesten Zielmärkte für Immobilieninvestoren weltweit. Darin spiegelt sich auch die Flucht der Investoren in sichere Anlagehäfen wider, wie sie der Wirtschaftsstandort Deutschland mit seinen robusten Wirtschaftsdaten nachhaltig bietet. Festzuhalten bleibt aber auch, dass der Mangel an geeigneten Produkten vor allem im Core- und Core Plus-Segment bei der hohen Nachfrage nach deutschen Gewerbeimmobilien ein noch höheres Transaktionsvolumen verhindert hat.“, analysiert Georg Fichtinger, Head of Capital Markets, CBRE Österreich.
Der deutsche Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien wurde im ersten Quartal im Wesentlichen durch Einzelverkäufe bestimmt, auf die 85% des Gesamtumsatzes oder EUR 4,3 Mrd. entfielen. Insgesamt konnten rund 19% mehr Investmenttransaktionen gezählt werden als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, jedoch blieben großvolumige Investments bis dato aus.

Investmentzentren dominieren das Investoreninteresse
Im Investorenfokus standen weiterhin vor allem die fünf großen deutschen Investmentzentren (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München), auf die 48% des gesamten deutschen Investmentumsatzes entfielen. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres in den fünf Immobilienhochburgen EUR 2,45 Mrd. und somit 38% mehr als im Vorjahreszeitraum registriert. Mit einem Transaktionsvolumen von EUR 720 Mio. (+ 183% gegenüber dem Vorjahr) belegt München den ersten Platz vor Frankfurt mit EUR 659 Mio. (+ 156%) und Hamburg mit EUR 490 Mio. (- 5%). Berlin und Düsseldorf (inkl. Umland) folgen auf den weiteren Plätzen mit EUR 363 bzw. 223 Mio., wo der Investmentumsatz bedingt durch das Ausbleiben größerer Transaktionen um 18% bzw. 27% hinter dem jeweiligen Vorjahreswert zurückblieb. Auffallend ist auch der hohe Anteil inländischer Investoren, die mit EUR 3,9 Mrd. für mehr als drei Viertel des gesamten Transaktionsvolumens verantwortlich zeichnen und die diesen Investmentstandort schätzen. Reges Investoreninteresse zeigt sich darüber hinaus auch an den Märkten in Köln und Stuttgart sowie in den Regionalzentren.
Büroanteil wieder gestiegen – Logistikinvestment legt zu
Dominierende Nutzungsart waren im ersten Jahresviertel 2012 Büroimmobilien mit EUR 2,55 Mrd. oder 50% des gesamten Transaktionsvolumens, nachdem diese in den beiden vorherigen Jahren deutlich hinter den einzelhandelsgenutzten Immobilien zurückblieben. Auf letztere entfielen im ersten Quartal nur 27% oder EUR 1,35 Mrd. des Transaktionsvolumens, was für einen Mangel an verfügbaren, marktfähigen Handelsimmobilien spricht. Auf Logistik- und Industrieimmobilien entfielen EUR 440 Mio. oder rund 9% des Investmentvolumens; ein Plus 63% gegenüber dem Vorjahreswert und eine Bestätigung des wieder zunehmenden Investmenttrends in diese eher defensive Immobilienklasse. Sonstige Nutzungsarten verbuchten einen Anteil von ca. 5% oder EUR 236 Mio., darunter Hotelinvestments in Höhe von EUR 145 Mio. Mit EUR 523 Mio. wurden gut 10% des gesamten Transaktionsvolumens in Grundstücke mit gewerblicher Nutzung investiert und deuten damit eine tendenziell wieder dynamischere Projektentwicklungstätigkeit an.
Flucht in Sachanlagen vor allem bei Privatinvestoren
Dominierende Investorengruppe waren im ersten Quartal 2012 aufgrund einiger großvolumiger Deals vor allem durch ausländische Investoren die Asset-/ Fondsmanager mit über EUR 1 Mrd. (21% des gesamten Transaktionsvolumens). Daneben zeichneten Offene Immobilienfonds und Spezialfonds für EUR 861 Mio. (17%) verantwortlich. Geschlossene Fondsinitiatoren investierten anteilig knapp 14% (rund EUR 690 Mio.), gefolgt von den Privatinvestoren, die EUR 654 Mio. und damit fast doppelt so viel in deutsche Gewerbeimmobilien investierten wie im Vorjahreszeitraum. Auch die Versicherungsunternehmen und Pensionsfonds investierten mit anteilig 8% oder EUR 418 Mio. mehr als doppelt so viel als noch ein Jahr zuvor. Begründen lässt sich diese Flucht in Sachanlagen vor allem mit dem Mangel an risikominimierten Alternativanlagen. Weiterhin ist der Anlagefokus der Immobilieninvestoren von einer risikoarmen Anlagestrategie geprägt, vor allem in einem sich abzeichnenden schwächeren Konjunkturumfeld.


„Infolge der sicherheitsorientierten Anlagestrategie haben sich die Spitzenrenditen für erstklassige Gewerbeimmobilien in allen Assetklassen auf dem jeweiligen niedrigen Vorquartalsniveau weiter stabilisiert. Angesichts des latenten Nachfrageüberhangs nach Core- und Core Plus-Immobilien sollten sich die Immobilienrenditen auf dem aktuellen Niveau weiter stabilisieren, in einzelnen Immobilienklassen und Investmentmärkten erwarten wir im weiteren Jahresverlauf sinkende Renditen für erstklassige Investmentprodukte, zumal sich das verfügbare Angebot in diesem Segment weiter verringern wird.“, so Fichtinger abschließend.


Über CBRE
CBRE Group (New York Stock Exchange: CBG) rangiert im Fortune 500 und S&P 500 Aktienindex und ist das weltweit führende Unternehmen für Gewerbeimmobilien (Basis: Umsatz 2010). Das in Los Angeles ansässige Unternehmen mit mehr als 31.000 Mitarbeitern in mehr als 300 Büros weltweit (exkl. Zweigstellen und Partnerbüros) arbeitet für Immobilieneigentümer, Investoren und Mieter auf der ganzen Welt. Strategische Beratung, Immobilienvermietung und verkauf gehören ebenso zum Portfolio wie Immobilien , Facility und Projektmanagement. Corporate Services, Finanzierung, Investment Management, Evaluierung und Bewertungen, Research sowie Investment Strategien und Consulting runden das Angebot ab. Weitere Informationen unter www.cbre.com

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Veröffentlicht am: 04 05 2012

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