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Pressemitteilung

PFLEGEIMMOBILIEN IM FOKUS DER INVESTOREN

Nachdem in den Jahren 2011 bis 2014 Pflegeimmobilien auf dem Investmentmarkt in Österreich keine Rolle spielten, zeichnete sich in den vergangenen beiden Jahren ein verstärktes Interesse von Investoren an dieser Assetklasse ab. So erreichte das Investmentvolumen in österreichische Pflegeimmobilien 2016 ca. EUR 75,1 Mio. oder rund 2,7% des gesamten Investitionsvolumens, was einen Anstieg des Transaktionsvolumens um rund 78% im Vergleich zum Vorjahr (ca. EUR 42,1 Mio. oder ca. 1,1%), bedeutet.

Dies ist vor allem auf den Verkauf eines aus 7 Pflegeimmobilien bestehenden Portfolios in der Steiermark zurückzuführen, außerdem auf den Verkauf von zwei Seniorenresidenzen im südlichen Wiener Umland. Aufgrund der demographischen Entwicklung sowie der steigenden Ausgaben im Bereich der Pflegedienstleistungen kann von einem weiteren Anstieg des Investoreninteresses an Pflegeimmobilen in den kommenden Jahren ausgegangen werden.

Die Bruttoausgaben für stationäre Pflege in Österreich sind von 2011 bis 2015 um ca. 17,1% auf ca. EUR 2,6 Mrd. gestiegen. Die Anzahl der betreuten Personen in dem von vielen Betroffenen bevorzugten Modell der alternativen Wohnformen mit angeschlossenen Pflegeleistungen stieg im selben Zeitraum um etwa 9% (Quelle: Statistik Austria).

Rekordniveau bei Investitionen in Pflegeimmobilien in Deutschland
Auch in Deutschland hat die Bedeutung von Pflegeimmobilien am Investmentmarkt in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Das Investmenttransaktionsvolumen in Pflegeimmobilien erreichte im Jahr 2016 mit rund EUR 3 Mrd. ein neues Rekordniveau, was unterstreicht, dass Pflegeimmobilien sich hier längst als attraktive Investmentnische etabliert haben. Auch die aktuelle „Pflegestatistik 2015“ des Statistischen Bundesamtes sowie die hohe Anzahl von Unternehmensübernahmen einiger Pflegeheimbetreiber verdeutlichen diesen Trend.

Demografische Entwicklung Deutschlands
Laut der aktuellen Pflegestatistik der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder hat die Anzahl Pflegebedürftiger in Deutschland im Dezember 2015 im Vergleich zu Dezember 2013 um 8,9% (234.000 Menschen) zugenommen und belief sich auf etwa 2,86 Mio. (rund 3,5% der Bevölkerung). Mit 27% (783.000 Pflegebedürftige) wurde gut ein Viertel vollstationär in Pflegeheimen betreut. War die Auslastung der Pflegeheime zwischen 2003 und 2009 noch rückläufig, ist sie seit 2011 wieder steigend und beläuft sich nun auf deutlich über 90%. Die Anzahl der Pflegeheime mit vollstationärer Dauerpflege summierte sich Mitte 2016 auf rund 11.300 mit insgesamt 889.000 verfügbaren vollstationären Dauerpflegeplätzen. Das Gros der Plätze entfiel dabei mit etwa 53% auf freigemeinnützige Träger, während private Träger einen Anteil von 42% und öffentliche Träger hingegen lediglich 5% zur Verfügung stellten. „Für private Träger gewinnt der Pflegeimmobilienmarkt zunehmend an Bedeutung, sodass sie den zweitgrößten Anteil an Pflegeplätzen bereitstellen. Gleichzeitig sorgen gesetzliche Neuregelungen, etwa in Form von nachträglichen Auflagen, für große Verunsicherung auf Investorenseite“, kommentiert Andreas Polter, Team Leader Valuation Advisory Services bei CBRE.

Pflegeimmobilien haben sich in Deutschland als Assetklasse etabliert
Der Anteil der Assetklasse Pflegeimmobilien am gesamten Transaktionsvolumen des Gewerbeimmobilienmarktes lag im Rekordjahr 2016 bei über 6%, während dieser in den Jahren zuvor nur 1% bis 2% betrug. In erster Linie investieren institutionelle, langfristig ausgerichtete Anleger wie Versicherungen und Pensionskassen aus dem In- und Ausland in die Assetklasse Pflegeimmobilien. „Sie haben das Wachstumspotenzial der Investmentnische erkannt und die Assetklasse für sich entdeckt. Hier sind im Vergleich zu klassischen Core-Gewerbeimmobilien wie Büros oder Geschäftshäuser höhere risikoadjustierte Renditen erzielbar. Aktuell lassen sich Spitzenrenditen von rund 5,5% erzielen“, sagt Linsin. Nach dem, von sehr großen Portfoliotransaktionen geprägten, Pflegeimmobilientransaktionsmarkt 2016 wird sich das Transaktionsvolumen in den kommenden Jahren bei rund EUR 1 Mrd. pro Jahr einpendeln. Die ungebrochen hohe Nachfrage aus dem In- und Ausland nach Pflegeimmobilien wird nur durch einen Angebotsmangel an Objekten gebremst, weswegen ein weiterer Renditerückgang zu erwarten ist. Das zunehmende Interesse an Pflegeimmobilien als Assetklasse treibt die Professionalisierung des Marktes voran. „Der Pflegeheimmarkt ist, bedingt durch Intransparenz und unterschiedlichen rechtlichen Voraussetzungen, noch immer sehr fragmentiert. Erste Konsolidierungstendenzen zeichnen sich jedoch ab, wodurch sich professionellen Betreibergesellschaften vermehrt attraktive Möglichkeiten bieten“, sagt Jochen Schellenberg, Geschäftsführer der KATHARINENHOF Seniorenwohn- und Pflegeanlage Betriebs-GmbH.


Über CBRE
CBRE Group (New York Stock Exchange: CBG) rangiert im Fortune 500 und S&P 500 Aktienindex und ist das weltweit führende Unternehmen für Gewerbeimmobilien (Basis: Umsatz 2016). Das in Los Angeles ansässige Unternehmen mit mehr als 75.000 Mitarbeitern in über 450 Büros weltweit (exkl. Zweigstellen und Partnerbüros) arbeitet für Immobilieneigentümer, Investoren und Mieter auf der ganzen Welt. Strategische Beratung, Immobilienvermietung und verkauf gehören ebenso zum Portfolio wie Immobilien , Facility und Projektmanagement. Corporate Services, Finanzierung, Investment Management, Evaluierung und Bewertungen, Research sowie Investment Strategien und Consulting runden das Angebot ab. CBRE ist in Österreich seit 1991 mit Firmensitz in Wien vertreten. Weitere Informationen unter www.cbre.com bzw. www.cbre.at
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Veröffentlicht am: 01 03 2017

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