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Pressemitteilung

ANHALTEND HOHE DYNAMIK AM INVESTMENTMARKT FÜR DEUTSCHE GEWERBEIMMOBILIEN

- Rekordwert zur Jahresmitte 2017: EUR 25,8 Mrd. investiert
- Vielzahl großvolumiger Portfoliotransaktionen dominieren erste Jahreshälfte
- Logistikimmobilien mit mittlerweile 19% vom Transaktionsvolumen die aufstrebende Assetklasse
- 48% ausländische Investoren, davon 13% aus Asien
- Transaktionsvolumen von über EUR 50 Mrd. im Gesamtjahr realistisch

Mit einem Investmentvolumen von EUR 25,8 Mrd. erreichte der deutsche Gewerbeinvestmentmarkt im ersten Halbjahr 2017 wieder ein Rekordniveau. Im Vorjahresvergleich wurden damit 45% mehr investiert, wie eine aktuelle Analyse von CBRE ergibt.

„Die sehr guten Fundamentaldaten der deutschen Wirtschaft und die robuste Konjunktur an den Vermietungsmärkten in den Topstandorten und Regionalzentren spiegeln sich in der anhaltend sehr dynamischen Investitionstätigkeit wider, die wir am hiesigen Markt für Gewerbeimmobilien sehen konnten“, sagt Fabian Klein, Head of Investment bei CBRE in Deutschland. „Vor allem die sehr großvolumigen Transaktionen im Bürobereich sowie die Vielzahl an Paketverkäufen im Logistik- und Handelssegment zeigen eindrücklich, dass die nationalen wie internationalen Investoren großes Vertrauen in den Standort Deutschland setzen, der ein nachhaltig sicheres und lohnenswertes Investment verspricht. Dabei wird aber auch deutlich, dass aufgrund der guten Wachstumsperspektiven hierzulande die Investoren eher dazu bereit sind, ihre Risikoneigung zu erhöhen, um so dem gestiegenen Renditedruck zumindest etwas zu entgehen. Denn in allen Assetklassen ist der Anlagedruck unvermindert hoch und es strömt weiterhin frisches Geld, auch von neuen eigenkapitalstarken Marktteilnehmern, auf den Immobilienmarkt. Infolgedessen werden gerade im Core-Segment die Bieterverfahren um das immer knapper werdende Produkt an Intensität weiter zunehmen. Dementsprechend weichen speziell institutionelle Investoren zunehmend auf Investitionsstandorte außerhalb der Topstandorte aus und widmen sich auch vermehrt alternativen Immobilien-Assetklassen“, so Klein weiter.

Transaktionsvolumen in den Topstandorten 20% über Vorjahresergebnis – Berlin und Frankfurt stärkste Topmärkte
Mit knapp EUR 10,3 Mrd. entfielen 40% des Transaktionsvolumens auf die Top 5-Standorte – ein Fünftel mehr als im ersten Halbjahr 2016.

Der Investorenfokus lag deutlich auf Berlin – unter anderem dank neun Großdeals jeweils oberhalb der EUR-100-Mio.-Marke mit zusammen gut EUR 1,5 Mrd. – und Frankfurt, auf die zusammen mehr als die Hälfte des in den fünf Topstandorten allokierten Volumens entfiel. Insbesondere Frankfurt verzeichnete aufgrund eines halben Dutzends Großtransaktionen mit Büroimmobilien einen sehr starken Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – plus 73% auf knapp EUR 2,8 Mrd. „Interessant dabei ist, dass fünf der sechs großvolumigen Transaktionen durch ausländische Investoren erfolgten. Dies ist ein Beleg für die wachsende Bedeutung Frankfurts als der kontinentaleuropäische Finanzplatz, der von den kürzlich begonnenen Brexit-Verhandlungen vielfach profitieren wird, zumal sich Standortverlagerungen von Teilen der Finanzbranche vor allem aus London zunehmend konkretisieren“, so Klein.

München folgte an dritter Stelle mit einem Zuwachs von 12% auf über EUR 2 Mrd. Hamburg lag – trotz eines Rückgangs des Transaktionsvolumens gegenüber dem Vorjahr durch den ausgeprägten Produktmangel in der Hansestadt – vor Düsseldorf auf Rang vier.

Büroimmobilien weiterhin stärkste Assetklasse – Rekordumsatz bei Logistikimmobilien von fast EUR 5 Mrd.
Mit knapp EUR 11,7 Mrd. oder gut 45% des Gesamtvolumens entfiel – wie auch im Vorjahreszeitraum – der Großteil des Transaktionsvolumens auf Büroimmobilien. Auch zukünftig wird diese Assetklasse durch die anhaltenden positiven Entwicklungen der Bürovermietungsmärkte sowie aufgrund des prognostizierten weiteren Anstieges der Bürobeschäftigtenzahlen für Anleger sehr attraktiv sein.

Das zweithöchste Transaktionsvolumen entfiel mit knapp EUR 6,3 Mrd. auf Einzelhandelsimmobilien – anteilig 24%. Das größte Wachstum des Transaktionsvolumens verzeichnete jedoch die Assetklasse Lager/Logistik, bedingt durch mehrere große Paketverkäufe. Hierunter fällt auch der Verkauf von Logicor durch Blackstone an China Investment Corporation – mithin die drittgrößte Portfoliotransaktion der letzten zehn Jahre. Außerdem flossen mit der Übernahme des Hansteen-Portfolios durch Blackstone und M7 mit EUR 4,9 Mrd. gut 19% des gesamten Investitionsvolumens in diese Assetklasse. Das entspricht einem Plus von 168% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (EUR 4,5 Mrd.). Dies ist ein Beleg für die wachsende Bedeutung der Logistikimmobilie, insbesondere am Produktions- und Exportstandort Deutschland.

48% der Investitionen aus dem Ausland – 13% aus Asien
Insgesamt investierten ausländische Investoren knapp EUR 12,6 Mrd. und somit 48% des Gesamtvolumens – fast EUR 7 Mrd. mehr als im ersten Halbjahr 2016. Hauptsächlich US-amerikanische und britische Akteure – je gut 9% – aber auch französische Investoren (6%) erweiterten in den vergangenen sechs Monaten ihren deutschen Immobilienanteil.

Daneben floss vor allem aus dem asiatischen Raum mit knapp EUR 3,3 Mrd. reichlich Investitionskapital in den hiesigen Immobilienmarkt. Dies summierte sich auf einen Anteil von 13% am gesamten Transaktionsvolumen, darunter auch die milliardenschwere Übernahme des pan-europäischen Logistikarms von Blackstone durch China Investment Corporation. Im Zuge der damit einhergehenden Übernahme einer Vielzahl an Logistikimmobilien in Deutschland katapultierten sich chinesische Investoren mit anteilig 8% am gesamten Transaktionsvolumen auf den dritten Platz
Renditekompression setzt sich fort
Aufgrund der ungebrochen hohen Nachfrage nach deutschen Gewerbeimmobilien stehen die Nettoanfangsrenditen weiter unter Druck. Für erstklassige Büroimmobilien in den Toplagen der Investmentzentren sank die durchschnittliche Spitzenrendite auf 3,32%. Nur in Berlin wurde der Wert von 3,25% gehalten, in den anderen vier Topstandorten sanken die Werte weiter ab, wobei München mit 3% weiterhin der teuerste Investitionsstandort bleibt. Für erstklassige Einzelhandelsimmobilien in zentralen Einkaufslagen blieben die Spitzenrenditen in den Topstandorten weitestgehend stabil – nur in München sank der Wert erneut ab und liegt nun bei 2,90%. Im Mittel der Top 5 liegt die Nettoanfangsrendite für erstklassige Geschäftshäuser bei 3,31%. Im Shopping-Center-Segment und bei Fachmarktzentren blieben die Nettoanfangsrenditen mit 4% beziehungsweise 5% gegenüber dem Vorquartal unverändert. Bei erstklassigen Logistikimmobilien sorgte die starke Nachfrage für einen Rückgang der Spitzenrendite auf 4,75%. Im Hotelsektor war ebenfalls ein Rückgang auf nunmehr 4,25% zu verzeichnen.

Ausblick 2017: Investitionsvolumen deutlich über EUR 50 Mrd. möglich
„Angesichts einer sehr gut gefüllten Pipeline erwarten wir auch in der zweiten Jahreshälfte eine überaus dynamische Investitionstätigkeit am deutschen Markt für Gewerbeimmobilien, sodass das Transaktionsvolumen zum Jahresende die EUR-50-Mrd.-Marke wie in den Jahren zuvor erneut deutlich überschreiten dürfte“, sagt Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland. „Neben einer Vielzahl an Portfolios befinden sich auch einige markante Trophy Buildings in der Vermarktungsphase, die das Interesse der nationalen und vor allem der internationalen Investoren wecken werden“, ergänzt Klein. „Aufgrund des weiteren Renditerückgangs, insbesondere im Core-Segment, erwarten wir gerade bei Büroimmobilien eine Ausdehnung des Anlageuniversums in Richtung wertsteigerungsorientierter Anlagemöglichkeiten ebenso wie einen noch stärkeren Fokus auf gute Produkte außerhalb der CBD-Lagen der Topstädte. Darüber hinaus befinden sich zusehends auch alternative Anlageprodukte wie Pflegeimmobilien und Gesundheitseinrichtungen auf dem Anlegerradar“, so Linsin.



Über CBRE
CBRE Group (New York Stock Exchange: CBG) rangiert im Fortune 500 und S&P 500 Aktienindex und ist das weltweit führende Unternehmen für Gewerbeimmobilien (Basis: Umsatz 2016). Das in Los Angeles ansässige Unternehmen mit mehr als 75.000 Mitarbeitern in über 450 Büros weltweit (exkl. Zweigstellen und Partnerbüros) a

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Veröffentlicht am: 21 07 2017

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