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Pressemitteilung

EINZELHANDELSINVESTMENTMARKT DEUTSCHLAND Q4

Investmentumsatz hat sich im Jahresvergleich mehr als verdoppelt: Fast EUR 8 Milliarden!

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Dem Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis zufolge lag das Einzelhandelsinvestitionsvolumen in Deutschland 2010 bei EUR 7,93 Milliarden.. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Investmentumsatz damit um EUR 4,46 Milliarden mehr als verdoppelt. Allein im vierten Quartal wurden knapp EUR 2,1 Milliarden in hiesige Einzelhandelsimmobilien investiert. Das äußerst dynamische Investoreninteresse hält weiterhin an, zumal zunehmend Retail-Immobilien in den Portfolio-Allokationen vor allem der institutionellen Anleger Berücksichtigung finden.

Aufgrund großvolumiger Shopping-Center-Investments sowie diverser Fachmarkt- und Discounter/Supermarkt-Portfoliodeals betrug der Anteil der Assetklasse Einzelhandelsimmobilien am gesamten gewerblichen Transaktionsvolumen (EUR 19,1 Milliarden) rund 41% und lag damit gleichauf mit Investments in Büroobjekte. Auf Logistikimmobilien, Hotels und sonstige Gewerbeimmobilien entfielen dagegen jeweils rund fünf Prozent des Investmentumsatzes 2010.

Mit einem Umsatz von über EUR 3,6 Milliarden übertrafen die Investitionen in Shopping-Center das Gesamtergebnis der Handelsimmobilieninvestments aus 2009. Zusätzlich zum milliardenschweren Corio/Multi-Portfoliodeal trugen hierzu im Wesentlichen die Einzeltransaktionen der Deutschen Euroshop sowie der offenen Immobilienfonds von Deka Investment und Union Investment bei.

Dr. Andreas Ridder, Geschäftsführer CB Richard Ellis Österreich kommentiert: „Das vergangene Investmentjahr war geprägt durch den Run der Investoren auf großflächige Handelsimmobilien, wobei der Investitionsfokus fast ausschließlich auf Core-Produkten mit langfristig gesicherten Mieteinnahmen lag. Für das laufende Jahr kann im Shopping-Center-Segment aufgrund des reduzierten Angebots an Core-Objekten tendenziell mit einem eher sinkenden Transaktionsvolumen gerechnet werden. Solange es die Wettbewerbssituation und die Einzelhandelskennzahlen des jeweiligen Standorts zulassen, werden Investoren vermehrt Value-Added-Objekte in den Fokus ihrer Akquise rücken, zumal die gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten und das Anziehen des deutschen Binnenkonsums die internationalen Kapitalströme vermehrt nach Deutschland lenken wird.“

Das Transaktionsvolumen von Fachmärkten und Fachmarktzentren stieg im Vorjahresvergleich ebenfalls überproportional an. 2010 wurden in diesem Einzelhandelsimmobiliensegment über zwei Milliarden Euro investiert – ein Plus von rund 148%gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzsteigerung wurde u. a. begünstigt durch das limitierte Angebot an Shopping-Centern und eine – bis in die zweite Jahreshälfte hinein anhaltende – attraktive Renditerelation der Fachmarktzentren, die als so genannte Lean Shopping-Center verstärkt von den nationalen wie internationalen institutionellen Investoren akquiriert werden.

Portfolioquote im Einzelhandelssegment stieg kontinuierlich an

Infolge der zahlreichen, großvolumigen Paketverkäufe lag die Portfolioquote am gesamten Einzelhandelsinvestmentvolumen 2010 bei über 44%, nachdem im Vorjahr dieser Wert nur 12% betrug. Größte Transaktionen waren neben dem Corio/Multi-Portfolio im ersten Quartal die Veräußerungen zweier Aldi Süd-Portfolios an die Allianz Real Estate sowie an die australische MGPA und eines Lidl-Portfolios an Generali Deutschland im dritten Quartal sowie die Akquisition von zehn Shopping-Centern durch einen geschlossen Fonds der französischen Ciloger im vierten Quartal.

Die nachhaltige Marktbelebung des Investmentmarkts setzte sich auch bei den Handelsimmobilien in den etablierten Innenstadtlagen fort. Der Anstieg des Transaktionsvolumens um 56% auf rund EUR 1,7 Milliarden fiel jedoch geringer aus als im großflächigen Segment, da innerhalb der 1A-Einzelhandelsimmobilien großvolumige (Portfolio-)Transaktionen weniger häufig in getätigt wurden.

Aktivste Investorengruppe waren auf Käuferseite Immobilienaktiengesellschaften und REITs, auf die 22% des Investitionsvolumens entfielen. Durch den Erwerb einiger großvolumiger Shopping-Center – u.a. den Ankauf der Braunschweiger Schloss-Arkaden durch Deka Investment, den CB Richard Ellis zum Jahresende 2010 begleitet hat – summierte sich der Anteil der offenen Immobilienfonds und Spezialfonds am retailspezifischen Investmentvolumen auf 20%. Mit 15,6 bzw. 15,4% folgen Versicherungen/Pensionskassen bzw. geschlossene Fondsvehikel auf den Plätzen drei und vier. Bemerkenswert hierbei ist, dass es sich im Wesentlichen um eigenkapitalstarke Investoren handelt, die für knapp drei Viertel des gesamten Transaktionsvolumen 2010 verantwortlich zeichnen.

Rückläufige Renditen prägten 2010

Das Investmentjahr 2010 für Einzelhandelsimmobilien war von rückläufigen Renditen geprägt. Insbesondere für großflächige Einzelhandelsimmobilien, d.h. Shopping-Center und Fachmarktzentren, fielen die Nettoanfangsrenditen deutlich. Im Vorjahresvergleich reduzierten sich die Spitzenrenditen für Shopping-Center an A-Standorten und Fachmarktzentren um jeweils 50 Basispunkte auf 5,25% bzw. 6,25 % Noch deutlicher spiegelt sich die gestiegene Attraktivität von Einzelhandelsimmobilien in der Spitzenrendite für Shopping-Center an B-Standorten wider. Seit dem vierten Quartal 2009 sank die Spitzenrendite für dieses Produkt um 70 Basispunkte auf 5,80%. Die Entwicklung der Spitzenrendite für einzelne Fachmärkte und Supermärkte hielt mit dieser Entwicklung nicht ganz Schritt. Im Vor-jahresvergleich reduzierte sich die Rendite in diesem Segment um 25 Basispunkte auf 7,25%.

In den deutschen Investmentzentren konnten für erstklassige Handelsimmobilien in den 1A-Lagen zum Jahresende 2010 Nettoanfangsrenditen zwischen 4,50% (München, Hamburg) und 4,85% (Köln) erzielt werden. Die stete Nachfrage nach Immobilienanlagen im Core-Segment sorgte dafür, dass sich seit Beginn der Finanzmarktkrise im dritten Quartal 2007 der Renditeabstand zwischen den Top 6 von 75 auf aktuell 35 Basispunkte verringerte. Hierin zeigt sich der anhaltende Nachfrageüberhang für erstklassige Handelsimmobilien der 1A-Lagen.

Dr. Andreas Ridder dazu: „Nachdem 2010 bereits deutlich rückläufige Nettoanfangsrenditen insbesondere für großflächige Einzelhandelsimmobilien registriert wurden, kann für 2011 von einem nachlassenden Druck auf die Spitzenrenditen ausgegangen werden. Insgesamt rechnen wir für den Investmentmarkt für Einzelhandelsimmobilien mit einer Fortsetzung der positiven Dynamik.“


Über CB Richard Ellis
CB Richard Ellis Group (New York Stock Exchange: CBG) rangiert im Fortune 500 und S&P 500 Aktienindex und ist das weltweit führende Unternehmen für Gewerbeimmobilien (Basis: Umsatz 2010). Das in Los Angeles ansässige Unternehmen mit mehr als 31.000 Mitarbeitern in mehr als 300 Büros weltweit (exkl. Zweigstellen und Partnerbüros) arbeitet für Immobilieneigentümer, Investoren und Mieter auf der ganzen Welt. Strategische Beratung, Immobilienvermietung und verkauf gehören ebenso zum Portfolio wie Immobilien , Facility und Projektmanagement. Corporate Services, Finanzierung, Investment Management, Evaluierung und Bewertungen, Research sowie Investment Strategien und Consulting runden das Angebot ab. Weitere Informationen unter www.cbre.com

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Veröffentlicht am: 09 02 2011

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