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Logistikmarktbericht Österreich 2026

April 27, 2026 25 Minute Read

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Die geopolitischen Spannungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Iran‑Konflikt, sorgen weiterhin für ein erhöhtes Maß an Unsicherheit und dämpfen die Dynamik. Dennoch könnten im Jahresverlauf Spillover‑Effekte aus anderen Märkten punktuell unterstützend wirken und der Branche positive Impulse verleihen.

 

Der unveränderte Zinssatz der EZB im März 2026 ist Ausdruck einer vorsichtigen Stabilitätspolitik. Eine Anpassung 2026 hängt maßgeblich von den geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten ab. Sollten Inflation und Energiepreise längerfristig anziehen, ist eine erneute Zinserhöhung nicht auszuschließen.

 

Die im vergangenen Jahr nur moderat gestiegenen Baukosten haben den Kostendruck für viele Entwickler spürbar reduziert. Kostentreiber zurzeit sind vor allem höhere Lohnkosten, während sich die Materialpreise weitgehend stabilisiert haben.

 

Die leicht steigenden Grundstückspreise dürften sich auch 2026 fortsetzen. Nicht zuletzt aufgrund des zunehmend restriktiven Vorgehens vieler Gemeinden gegenüber Logistikprojekten ist mittelfristig mit einem anhaltend moderaten Preisanstieg zu rechnen.

 

Die vielerorts restriktive Grundhaltung der Gemeinden gegenüber Grundstücksneuwidmungen für Logistikprojekte zur Vermeidung neuer Flächenversiegelung wird mittelfristig eine potenzielle Flächenknappheit nach sich ziehen.

 

Die eingebrochene Nachfragesituation am Markt zeigte gegen Ende 2025 leicht positive Tendenzen. Die bestehende verhaltene Nachfrage für große Flächen wird allerdings auch 2026 nur einen kleinen Anstieg zulassen. Bei den Mieten wird analog dazu ein leichtes Wachstum erwartet.

 

Bis zur vollständigen Absorption der in den vergangenen Jahren entstandenen Neubauflächen werden neue Projekte zunehmend nur noch bei ausreichender Vorvermietung realisiert.

 

Die Entschärfung des EU-Lieferkettengesetz (CSDDD) verschafft 2026 vor allem zeitliche Entlastung: Der unmittelbare Regulierungsdruck sinkt, insbesondere für den Mittelstand, während Großunternehmen sowie Investoren weiterhin hohe ESG‑ und Lieferkettenstandards einfordern.