Report | Intelligent Investment
Österreich Real Estate Market Outlook 2026
Jänner 26, 2026 20 Minute Read
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Die österreichische Wirtschaft hat die zweijährige Rezession verlassen und zeigt eine Erholungstendenz, charakterisiert durch eine Zunahme des Konsums und der Exporte, während die Inflationsrate trotz nach wie vor erhöhtem Niveau einen allmählichen Rückgang aufweist und die Arbeitsmarktdynamik stabil bleibt.
Die Marktdynamik auf dem Investmentmarkt konnte an das Vorkrisenniveau anknüpfen. Institutionelle Investoren melden sich ebenfalls wie internationale Käufer zurück. Für 2026 werden weiter sinkende Spitzenrenditen erwartet.
Aufgrund der geringen und weiter abnehmenden Fertigstellungszahlen bleibt der Wohnungsmarkt klar angespannt. Da eine Trendwende derzeit nicht in Sicht ist, werden die Mieten auch 2026 wieder auf vergleichbar hohem Niveau zulegen.
Nach einem weiteren Jahr mit gedämpfter Nachfrage am Logistikmarkt haben auch Entwickler auf die aktuelle Marktlage reagiert und setzen verstärkt auf Vorverwertungsquoten, bevor sie neue Projekte in Bau bringen. Dadurch entsteht für 2026 eine entsprechend volatile Fertigstellungspipeline.
Der Wiener Büromarkt hat aufgrund von Großabschlüssen ein starkes Vermietungsjahr erzielt. Die Leerstandsquote ist leicht gestiegen, die Projektpipeline ist für 2026 bereits deutlich gedrosselt. Die Büromieten steigen indes vor allem in guten Lagen weiter an.
Der Umsatz im Einzelhandel ist 2025 wieder stärker gewachsen, allerdings bleiben die Herausforderung durch Inflation und hohe Sparquote groß. Nichtdestotrotz expandieren auch 2026 viele Marken nach Österreich und suchen insbesondere nach Flächen in den High Streets und gut laufenden Einkaufszentren.
In Wien verzeichnet der Hotelimmobilienmarkt 2025 eine starke Marktdynamik, getrieben durch Rekord-Nächtigungszahlen und ein wachsendes Interesse von Investoren. Die Herausforderungen auf Betreiberseite bleiben indes hoch, gute Konzepte sind gefragt.
Wien zählt zu den kleineren Tier‑II‑Märkten für Rechenzentren in Europa, hat jedoch in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Die aktuelle installierte Leistung liegt bei rund 53 MW und hat sich damit seit 2016 mehr als verdoppelt. Microsoft hat 2025 drei Standorte in Betrieb genommen.