Pressemitteilung

Klimastresstest für Bürobestand

August 17, 2026

Wien, am 17.08. 2026 – Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke sind kein südeuropäisches Spezifikum mehr, sondern mittlerweile auch in Österreich Realität. Die zunehmende Hitze verändert damit auch die Anforderungen an Immobilien: Neben Energieeffizienz und CO₂-Reduktion rückt die Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze, Starkregen, Hagel und anderen Folgen des Klimawandels in den Fokus. Besonders relevant ist das für den Gebäudebestand, der für die klimatischen Bedingungen der kommenden Jahrzehnte fit gemacht werden muss.

 

Offizielle Daten zur Klimafitness des Wiener Gebäudebestands liegen derzeit nicht vor. Nach Einschätzung des internationalen Immobiliendienstleisters CBRE besteht jedoch insbesondere bei Gebäuden, die älter als 15 Jahre sind, Anpassungsbedarf. „Das betrifft unserer Einschätzung nach rund 85 Prozent des Gesamtbestands. Und bei etwa 20 bis 40 Prozent davon gehen wir sogar von substanziellem Investitionsbedarf aus“, sagt Elvis Penjo, Head of ESG bei CBRE Österreich: „Die Diskussion über Nachhaltigkeit bei Immobilien konzentrierte sich lange vor allem auf Energieverbrauch und CO₂-Emissionen. Heute kommt eine zweite Dimension hinzu: Wie widerstandsfähig ist ein Gebäude gegenüber den Folgen des Klimawandels? Diese Frage wird für Eigentümer, Investoren und Nutzer zunehmend zu einem wesentlichen Qualitätskriterium.“

Foto KatharinaSchifflVlnr Robert Schick LHI Oliver Posch BB Thomas Schober LHI Pawel Urbanowski Elvi

Technische Gebäudeausrüstung als Herausforderung

Die Anpassung bestehender Gebäude an höhere Temperaturen und Extremwetterereignisse reicht von der Gebäudetechnik bis zur Gestaltung von Fassaden und Freiflächen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Kühlung: Kälteanlagen wurden früher typischerweise für Sommeraußentemperaturen von etwa 32 bis 35 Grad Celsius ausgelegt. Bei steigenden Temperaturen gewinnen daher ausreichende Leistungsreserven und eine redundante Auslegung kritischer Systeme an Bedeutung, damit die Kühlung auch beim Ausfall einer Anlage sichergestellt bleibt.

 

Weitere Anpassungsmaßnahmen umfassen außenliegenden Sonnenschutz, Dach- und Fassadenbegrünungen, Entsiegelungsmaßnahmen sowie eine klimaresiliente Fassadengestaltung. Bei zunehmenden Hagelereignissen müssen auch außenliegende technische Anlagen wie Photovoltaikanlagen, Lüftungsanlagen oder Wärmepumpen entsprechend widerstandsfähig ausgeführt oder geschützt werden. Die größte Herausforderung sieht CBRE insbesondere in der Nachrüstung der technischen Gebäudeausrüstung bei Bestands- und Gründerzeitobjekten.

 

Lassallestraße 5 besteht den Klimastresstest

Dass sich auch ältere Bürogebäude entsprechend positionieren lassen, zeigt das von den ÖBB genutzte Objekt in der Lassallestraße 5 im zweiten Wiener Gemeindebezirk. Das 1991 errichtete und 2022 von der LHI Gruppe im Rahmen eines institutionellen Mandats erworbene, umfassend sanierte Bürogebäude wurde von CBRE hinsichtlich seiner Konformität mit der EU-Taxonomie für die Aktivität „Erwerb und Eigentum von Gebäuden“ bewertet. Die Einschätzung wurde von der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilien (ÖGNI) positiv verifiziert und mit einer entsprechenden Urkunde bestätigt.

 

Das Gebäude erfüllt damit die Anforderungen der relevanten Umweltziele Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel. Im Rahmen der Bewertung wurde unter anderem eine detaillierte Klimarisikoanalyse durchgeführt. Die Lassallestraße 5 verfügt über bauliche und technische Maßnahmen, die diese Widerstandsfähigkeit erhöhen. Dazu zählen redundant ausgeführte Kältemaschinen mit entsprechenden Kühlkapazitäten sowie begrünte Innenhofflächen, die Hitzeeffekte reduzieren. Das Technikgeschoss ist zum Schutz der technischen Anlagen vor Hagel überdacht. Eine großflächige Glaspyramide wurde mit hagelbeständiger Verbundsicherheitsverglasung ausgeführt.

 

„Der Markt beginnt immer stärker zwischen Immobilien zu unterscheiden, die für die kommenden Jahrzehnte gerüstet sind, und solchen, bei denen erheblicher Investitionsbedarf besteht“, sagt Penjo: „Energieeffizienz, Klimarisiken und Anpassungsfähigkeit werden damit unmittelbar zu Fragen der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit einer Immobilie.“

 

Bildunterschrift: Die Urkunde für die Lassallestraße 5 wurde von CBRE an das Asset Management der LHI Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH als Eigentümervertretung übergeben. V.l.n.r. Robert Schick (LHI), Oliver Posch (ÖBB), Thomas Schober (LHI), Pawel Urbanowski, Elvis Penjo (beide CBRE)

Über CBRE Group, Inc..

CBRE Group, Inc. (NYSE:CBRE), ein Fortune-500- und S&P-500-Unternehmen mit Hauptsitz in Dallas, ist das weltweit größte Unternehmen für gewerbliche Immobiliendienstleistungen und -investitionen (Basis: Umsatz 2025) mit rund 155.000 Mitarbeiter:innen (einschließlich der Mitarbeiter:innen von Turner & Townsend)  in mehr als 100 Ländern. CBRE bietet ein integriertes Dienstleistungsangebot, darunter Facility-, Transaktions- und Projektmanagement, Immobilienmanagement, Investmentmanagement, Gutachten und Bewertungen, Immobilienvermietung, strategische Beratung, Immobilienverkauf, Vermittlung von Immobilienkrediten und Development-Dienstleistungen.

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CBRE Group, Inc. (NYSE:CBRE), a Fortune 500 and S&P 500 company headquartered in Dallas, is the world’s largest commercial real estate services and investment firm (based on 2025 revenue). The company has more than 155,000 employees (including Turner & Townsend employees) serving clients in more than 100 countries. CBRE serves a diverse range of clients with an integrated suite of services, including facilities, transaction and project management; property management; investment management; appraisal and valuation; property leasing; strategic consulting; property sales; mortgage services and development services. Please visit our website at www.cbre.com.